Diakonieverbund Kulmbach

Freie Stellen


Traumberufe für Teammenschen

Erzieher

Maximilian Hassak aus Kulmbach ist auf dem Weg staatlich anerkannter Erzieher zu werden. Er sagt: "Männer in dem Beruf sind wichtig, denn Kinder brauchen beide Rollenbilder." Am Gymnasium hatte Maximilian den Wirtschaftszweig belegt, das Interesse am Beruf des Erziehers kam erst mit der Praxis. Der 23-Jährige sagt: "Bei der Arbeit mit Kindern, kann ich meine eigenen Stärken und Interessen gut einbringen." Bei vielen seiner Kollegen sind das künstlerische Talente, bei Maximilian ist es der Sport. Mit den Kindern unternimmt er allerlei Aktivitäten, spielt Fußball und Basketball oder macht Radtouren durch die Natur. "Es ist wichtig, dass man echt ist. Wenn man selbst Spaß hat, überträgt sich das auch auf die Kinder", sagt Maximilian. Am Schönsten sei es, wenn man spüre, dass die Kinder auftauen und man zur Bezugsperson wird. Derzeit arbeitet der künftige Erzieher im "Kinderhaus Sternstunden“, einer traumapädagogischen Wohngruppe der Geschwister-Gummi-Stiftung. Dort werden Kinder von drei bis acht Jahren betreut, die vernachlässigt wurden, geschlagen oder missbraucht. "Gerade, wenn man weiß, was die Kinder alles durchgemacht haben, freut man sich, wenn sie lachen", sagt Maximilian. Für ihn sei diese Arbeit eine Herausforderung, denn zunächst müsse man die Kinder so akzeptieren, wie sie sind. Er sagt: "Es ist viel kaputt gegangen, doch sie stehen noch am Anfang ihres Lebens." Als Erzieher habe man die Chance, etwas zu bewirken.

Der Beruf bietet gestalterischen Freiraum in einem familiären Umfeld, für Maximilian ist kein Tag wie der andere. Derzeit macht er nebenbei die Zusatzqualifikation zum Erlebnispädagogen. Nach Abschluss der Ausbildung - voraussichtlich nächsten August - stehen ihm viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen. In fünf Jahren sieht sich Maximilian immer noch bei der Geschwister-Gummi-Stiftung. Ihm zufolge ist die Einrichtung ein guter Arbeitgeber.

Altenpflege

Diakonie Kulmbach

Maria Neumann aus Mainleus hat ihren Traumberuf gefunden und zwar in der Seniorenwohnanlage MAINPARK in Kulmbach. Dass es ein sozialer Job sein soll, war ihr von Anfang an klar. "Ich bin gern unter Menschen, rede und lache viel", sagt die 20-Jährige. Dass sie sich ausgerechnet für die Altenpflege entscheiden würde, hätte sie nicht gedacht. "Ich habe gesehen, wie herzlich das alles ist. Man wird zur zweiten Familie und erlebt täglich schöne Momente." Als besondere Herausforderung empfindet Maria die Arbeit mit Demenzkranken. Sie sagt: "Die Menschen leben in ihrer eigenen Welt, in diese Welt muss man mit hinein." Beispielsweise habe ihr ein Bewohner eines Morgens gesagt, er müsse heute seine Schafe ins Flugzeug verladen und nach Afrika fliegen. "Da sind auch schauspielerische Fähigkeiten gefragt", schmunzelt die Altenpflegerin, denn nur so finde man Zugang zu den Menschen. Wenn Neumann erzählt, merkt man, dass ihr der Beruf am Herzen liegt. "Ich wollte in die Pflege, um Leuten zu helfen", sagt sie überzeugt. Ihre knallrot gefärbten Haare und die auffälligen Tätowierungen kommen gut an bei den Senioren, Gesprächsthemen gibt es in Masse. "Man profitiert von der Lebenserfahrung und kann sich Rat holen", sagt Neumann. An dem Beruf sei sie gewachsen und habe das Fazit gezogen, dass man sein Leben nutzen muss, denn oft bereuten die Menschen das, was sie nicht getan haben. Seit September ist Neumann mit der Ausbildung fertig. Als nächstes möchte sie ihr Wissen weitergeben und Mentorin für Auszubildende werden. Auch die Spezialisierung zum "Wundmanager" kommt für sie in Frage. "Anatomie und Medizin finde ich wahnsinnig interessant", sagt sie. Neben den vielfältigen Karrierechancen als Leitungskraft oder in Form eines Bachelorstudiums, ist für junge Menschen auch die gute Ausbildungsvergütung in der Altenpflege interessant.